Die besten Wettanbieter mit Bitcoin in Österreich 2026

Updated November 2026
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Aktualisiert am November 5, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungsangaben der Anbieter und die österreichischen Wettgesetze der Länder

Bitcoin ist bei österreichischen Wettanbietern keine Nische mehr — Krypto-Einzahlungen gehören zum Standardangebot vieler Buchmacher, auch wenn die rechtliche Einordnung alles andere als trivial ist. Wer in Österreich mit Bitcoin wettet, zahlt nicht einfach nur in einer anderen Währung: Das Netzwerk hat eigene Regeln, und die österreichische Wettlandschaft kennt keine Bundeslizenz, sondern nur neun Landesgesetze. Eine ausländische Lizenz — egal ob aus Malta, Anjouan oder Curaçao — ist in Österreich keine Bewilligung. Wer das verwechselt, sieht den Unterschied erst, wenn er Hilfe braucht.

Die Blockbelohnung bei Bitcoin halbiert sich alle 210.000 Blöcke, im Mittel entsteht etwa alle 10 Minuten ein neuer Block.

Bitcoin hat sich bei österreichischen Wettanbietern etabliert. Krypto-Einzahlungen sind längst Teil des Standardangebots, doch die rechtliche Einordnung bleibt komplex. Wer in Österreich mit Bitcoin wettet, trifft auf ein Netzwerk mit eigenen Regeln und eine Wettlandschaft, die sich aus neun verschiedenen Landesgesetzen zusammensetzt. Hier erfahren Leser mehr über die Konsequenzen: Wie funktioniert die Einzahlung, was bedeutet eine fehlende Bewilligung für den Spielerschutz, und welche Rolle spielen die Wettgebühr und das Wechselkursrisiko?

Spielerschutz zuerst: was bei jedem Anbieter gilt — und was nicht

Spielerschutz ist bei Wettanbietern mit Bitcoin keine Selbstverständlichkeit. Österreich hat kein nationales Limitregister und keine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten — die Glücksspielreform 2026, die ein Sperr- und Limitregister einführt, betrifft das Glücksspielgesetz (GSpG), nicht die Sportwetten. Für klassische Sportwetten gilt weiterhin Landesrecht: Jedes der neun Bundesländer hat sein eigenes Wettgesetz, eigene Limits und eine eigene Anlaufstelle. Eine Selbstsperre in Niederösterreich erreicht nicht zwingend einen Anbieter in Wien oder Oberösterreich — und sie erreicht schon gar keinen Buchmacher, der im Ausland sitzt.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes im Morgennebel.
Das Bitcoin-Netzwerk entstand am 3. Jänner 2009 mit der Schöpfung der ersten 50 Bitcoin im Genesisblock.

Warum eine österreichische Bewilligung den Unterschied macht

Eine Bewilligung ist die Erlaubnis eines Bundeslandes, in dessen Geltungsbereich Sportwetten zu veranstalten. Die Niederösterreichische Landesregierung hat tipp3 am 10. Dezember 2020 eine solche Bewilligung erteilt, Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020, gestützt auf das NÖ Wettgesetz vom 27. Mai 2020. Admiral nennt eine Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. Vierklee führt eine Bewilligung der Tiroler Landesregierung an, Zl. IIa.10.065/144-0. Diese Bewilligungen sind nicht austauschbar: Wer in Wien wettet und die Wiener Wettengesetz-Bestimmungen erwartet, bekommt sie bei einem Anbieter mit niederösterreichischer Bewilligung nicht automatisch.

Was die Bewilligung konkret bringt: ein Mindestalter von 18 Jahren, das vom Anbieter umzusetzen ist; eine Anlaufstelle im jeweiligen Bundesland, an die man sich bei Streit wenden kann; die Verpflichtung des Anbieters, Spielpausen und Selbstsperren in seinem System abzubilden; und je nach Land unterschiedliche Einsatzlimits — in Oberösterreich und Niederösterreich etwa 500 Euro pro Wette. Was die Bewilligung nicht bringt: ein nationales Limit, eine zentrale Sperrdatei oder eine Aufsicht durch das Finanzministerium. Die klassische Sportwette ist in Österreich kein Glücksspiel im Sinne des GSpG — der Verwaltungsgerichtshof hat das 2015 bestätigt (VwGH 2.7.2015, Ro 2015/16/0019). Deshalb gibt es kein BMF-Register, in dem man prüfen könnte, ob ein Anbieter „in Österreich lizenziert“ ist.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung gesehen, der Himmel darüber ist tiefblau.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020); die Bewilligung erteilte die NÖ Landesregierung.

Limits, Sperren und Hilfsangebote: was jeder Wettkunde kennen sollte

Die Limits sind nicht in Stein gemeißelt, sondern variieren je Anbieter. win2day setzt für unter 26-Jährige ein wöchentliches Einzahlungslimit von 250 Euro (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren gilt ein Monatslimit von 1.680 Euro, auf Antrag individuell erhöhbar — Gewinne zählen nicht zum Limit. tipp3 lässt ein wöchentliches Einzahllimit von bis zu 1.950 Euro zu, ein tägliches Einsatzlimit bis 10.000 Euro und ein wöchentliches Verlustlimit von maximal 5.000 Euro. Beide Anbieter bieten Selbstsperren an: tipp3 etwa für 1, 3 oder 6 Monate als Spielpause (Guthaben bleibt im Konto) und für 1, 2 oder 3 Jahre als Selbstsperre (Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen). Beide Sperren sind nach dem Start nicht mehr aufhebbar — wer eine Selbstsperre setzt, kommt nicht vor Ablauf wieder rein.

Die Kehrseite: Diese Schutzmechanismen greifen nur beim jeweiligen Anbieter. tipp3 kann niemanden bei win2day sperren, win2day niemanden bei Admiral. Wer die Kontrolle über mehrere Konten behalten will, muss sie selbst koordinieren — und wer bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung wettet, findet dort möglicherweise gar keine Sperrfunktion, jedenfalls keine, die mit einer österreichischen Behörde kommuniziert. Für Hilfsangebote außerhalb der Anbieter verweist die Branche auf Playsponsible.at — eine Anlaufstelle, die unabhängig vom Buchmacher funktioniert.

Bitcoin und Krypto: wie die Blockchain das Wetten verändert — und was es nicht verändert

Bitcoin ist im Kern eine öffentliche Datenbank, die ohne zentrale Instanz auskommt. Jede Transaktion wird in Blöcken zusammengefasst und kryptografisch an die vorhergehenden Blöcke angehängt — daher der Name. Das Netzwerk startete am 3. Jänner 2009 mit der Schöpfung des Genesisblocks, in dem 50 Bitcoin erzeugt wurden. Seitdem wächst die Blockchain, alle zehn Minuten entsteht im Schnitt ein neuer Block, und alle 210.000 Blöcke halbiert sich die Blockbelohnung — derzeit 3,125 Bitcoin pro Block. Insgesamt wird es nie mehr als 21 Millionen Bitcoin geben.

Warum Bitcoin nicht anonym ist, auch wenn es so wirkt

Eine Bitcoin-Adresse ist kein Name. Sie ist eine Zeichenfolge, die wie ein Kontonummer-Ersatz funktioniert: Man kann an sie zahlen, ohne seinen bürgerlichen Namen preiszugeben. Aber jede Transaktion, die je über diese Adresse gelaufen ist, liegt öffentlich auf der Blockchain. Wer die Adresse einer Person zuordnen kann — etwa weil sie bei einer Krypto-Börse mit KYC verifiziert wurde — sieht alle ihre früheren und späteren Bewegungen. „Anonym“ ist Bitcoin also nur in einem schwachen Sinn: pseudonym, solange niemand die Zuordnung kennt.

Wettanbieter sind verpflichtet, ihre Kunden vor der ersten Auszahlung zu identifizieren — das ist nicht bitcoin-spezifisch, sondern Standard im Kampf gegen Geldwäsche. Wer Bitcoin einzahlt und später wieder auszahlt, muss in der Regel einen Ausweis vorlegen. Die Einzahlung selbst läuft vielleicht noch ohne Prüfung, aber spätestens beim Auszahlen gilt die Identitätsprüfung. Wer diese Prüfung umgehen will, hat in der Praxis kaum eine Chance — und wer es schafft, betritt eine Grauzone, die mit „Anonymität“ nichts mehr zu tun hat.

Netzwerkgebühren, Kursschwankungen und die Realität jeder Einzahlung

Bitcoin-Transaktionen kosten etwas: die Netzwerkgebühr, die an die Miner geht. Sie ist nicht fix, sondern schwankt mit der Auslastung des Netzwerks. Bei wenig Verkehr kann sie wenige Cent betragen, bei starkem Verkehr auch einmal 10 Euro oder mehr. Wer 100 Euro einzahlt und 8 Euro an Netzwerkgebühr zahlt, hat effektiv nur 92 Euro eingezahlt. Der Buchmacher schreibt in der Regel den Bruttobetrag gut — also den Wert, der bei ihm ankommt — und nicht den Bruttobetrag, den der Sender losgeschickt hat.

Hinzu kommt der Wechselkurs. Zwischen dem Moment der Einzahlung und dem Moment, in der der Buchmacher den Euro-Gegenwert ermittelt, vergehen Sekunden — und in diesen Sekunden kann der Bitcoin-Kurs schwanken. Bei starken Bewegungen kann eine Einzahlung von 0,01 BTC heute 580 Euro wert sein und morgen 560. Der Buchmacher rechnet in der Regel einen fixen Wechselkurs zum Zeitpunkt der Einzahlung; ein späterer Verlust durch den schwächeren Kurs trifft dann den Spieler, der noch BTC auf seinem Wallet hat. Auszahlungen folgen dem umgekehrten Mechanismus: Wer seinen Gewinn in Bitcoin auszahlen lässt, trägt das Risiko, dass der Wert bis zum Verkauf sinkt.

Die praktische Konsequenz: Wer mit Bitcoin wettet, sollte einen Anbieter wählen, der den Wechselkurs transparent darstellt und keine versteckten Umrechnungsgebühren verlangt. Dazu gehört auch, dass man die Netzwerkgebühr beim Versand selbst trägt — sie wird nicht vom Buchmacher ersetzt. Wer ein eigenes Wallet hat, kann die Gebühr durch die Wahl des Zeitpunkts und der Transaktionspriorität beeinflussen. Wer kein eigenes Wallet hat, zahlt in der Regel den Standardtarif.

Kursschwankungen als Risiko: was passiert zwischen Wette und Auszahlung

Die Wette selbst wird in Euro oder in Bitcoin platziert — je nach Buchmacher. Bei Bitcoin-Einsätzen wird der Gewinn in Bitcoin ausgezahlt, und sein Euro-Gegenwert hängt vom Kurs zum Zeitpunkt der Auszahlung ab. Wer eine Wette zu einem Bitcoin-Kurs von 60.000 Euro platziert und nach einer Woche bei 55.000 Euro auszahlt, hat real weniger gewonnen, als die Quote vermuten ließ. Bei langen Turnieren — einer Weltmeisterschaft etwa, die sich über Monate erstreckt — kann das ein erheblicher Faktor sein.

Für Wettkunden, die in Bitcoin denken, ist das nichts Neues: Sie kennen die Volatilität aus dem Krypto-Markt. Für Wettkunden, die nur zahlen und ihre Wetten in Euro abrechnen wollen, ist es ein zusätzliches Risiko, das sie möglicherweise nicht einkalkuliert haben. Die meisten Buchmacher bieten deshalb beide Wege an: Einzahlung in BTC, Wette und Auszahlung in Euro; oder Einzahlung in BTC, Wette und Auszahlung in BTC. Wer die zweite Variante wählt, sollte sich bewusst sein, dass er kein Euro-Guthaben beim Buchmacher hat — das schützt nicht vor dem Wechselkursrisiko, es verstärkt es.

Die besten Wettanbieter mit Bitcoin in Österreich 2026 im Überblick

Die folgende Tabelle zeigt die zehn besten Bitcoin-Wettanbieter für den österreichischen Markt im Überblick. Die Reihenfolge folgt keinem pauschalen Ranking, sondern dem rechtlichen Status: Anbieter mit österreichischer Bewilligung stehen zuerst, weil sie die einzigen sind, die einer österreichischen Behörde rechenschaftspflichtig sind. Anbieter ohne österreichische Bewilligung sind als Referenz aufgeführt, nicht als Empfehlung — wer sich für sie entscheidet, betritt einen Markt ohne deutsche Landschaft.

Vergleich und regulatorische Einordnung

Anbieter Österreichische Bewilligung Betreiber / Berichtete Lizenz
tipp3 Bewilligung NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz, Bescheid 10.12.2020) Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day Bewilligung NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz) Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Starsportwetten Bewilligung (Land nicht veröffentlicht, Bescheid 8. März 2022) Star Sportwetten GmbH
Merkur Bets Bewilligung (Land nicht veröffentlicht) Merkur Group (vormals Cashpoint, Rebrand Juni 2025)
Admiral Bewilligung OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) ADMIRAL Sportwetten GmbH
Vierklee Bewilligung Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) Vierklee Wettbüro GmbH
Hahaspin Ohne österreichische Bewilligung Lizenz nicht festgestellt
Bets.io Ohne österreichische Bewilligung Anjouan ALSI-202410047-FI2
20Bet Ohne österreichische Bewilligung Anjouan ALSI-202505033-FI2
Drakaris Ohne österreichische Bewilligung Tobique Gaming Commission

Sechs Anbieter führen eine österreichische Bewilligung. Vier nicht. Bei tipp3 und win2day sind die Aktenzeichen und das Gesetz öffentlich nachvollziehbar. Bei Starsportwetten, Merkur Bets und Admiral fehlt die genaue Aktenzahl — die Existenz einer Bewilligung wird vom Anbieter behauptet, ist aber nicht durch eine Veröffentlichung des jeweiligen Bundeslandes abgesichert. Bei Vierklee ist die Aktenzahl genannt, das Bundesland ist Tirol. Bei den vier Anbietern ohne Bewilligung ist die Lizenz, die sie nennen, eine ausländische — und damit keine österreichische.

Diese Tabelle ist keine Empfehlung, sondern eine Einordnung. Welcher Anbieter für wen passt, hängt davon ab, was gesucht wird: höchster Spielerschutz durch österreichische Behörden, maximale Auswahl an Live-Märkten, niedrigste Netzwerkgebühren oder schlicht der größte Bonus. Wer eine österreichische Bewilligung als nicht verhandelbar ansieht, hat sechs Optionen. Wer bereit ist, auf eine österreichische Anlaufstelle zu verzichten, hat vier weitere — mit den Konsequenzen, die im folgenden Abschnitt beschrieben werden.

Rechtliche Lage: was eine Bewilligung bedeutet — und was eine ausländische Lizenz nicht bedeutet

Österreich hat keine Bundeslizenz für Sportwetten. Wer in Österreich Sportwetten anbieten will, braucht eine Bewilligung des Bundeslandes, in dem er tätig wird. tipp3 nennt die Niederösterreichische Landesregierung als zuständige Behörde. win2day nennt dieselbe. Admiral nennt die Oberösterreichische Landesregierung. Vierklee nennt die Tiroler Landesregierung. Die Gesetze unterscheiden sich: das NÖ Wettgesetz vom 27. Mai 2020, das Oö. Wettgesetz, das Wiener Wettengesetz von 2016 — neun Gesetze, neun Behörden, ein Zug, in dem jeder Anbieter genau eine Bewilligung nennt.

Was eine ausländische Lizenz nicht abdeckt

Eine Lizenz aus Malta, Anjouan oder Curaçao ist in Österreich keine Bewilligung. Sie mag den Anbieter in seinem Heimatland legitimieren, hier ist sie rechtlich bedeutungslos. Die österreichischen Wettgesetze knüpfen die Bewilligung an den Ort, von dem aus der Anbieter seine Daten bereitstellt — der Verwaltungsgerichtshof hat das am 9. April 2026 für Oberösterreich bestätigt (VwGH 9.4.2026, Ra 2025/02/0037). Server in Malta oder dort Anbiederung an Anjouan heißen: Der Anbieter fällt nicht unter das Oö. Wettgesetz, egal was er auf seiner Seite schreibt.

Praktische Konsequenzen: Bei einem Anbieter ohne österreichische Bewilligung gibt es keine österreichische Behörde, die man einschalten kann, wenn es Streit gibt. Es gibt keine österreichische Selbstsperre, die dort greift. Es gibt keine österreichische Spielsucht-Hilfe, die vom Anbieter vermittelt wird. Der Anbieter kann sich an seine ausländische Lizenz halten — oder auch nicht. Falsch wäre die Aussage, dass Wetten bei solchen Anbietern „illegal“ seien: Die österreichischen Wettgesetze richten sich an Veranstalter, nicht an Spieler. Es gibt kein dokumentiertes Urteil, das einem privaten Wetter den Gewinn abspricht, weil er bei einem ausländischen Anbieter gewettet hat. Es gibt Strafen für Veranstalter — Wien bis zu 22.000 Euro, Oberösterreich bis zu 20.000 Euro — aber keine Strafen für Spieler. Richtig ist aber: Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung wettet, ist dessen Hausregeln ausgeliefert, ohne Rückendeckung durch eine österreichische Behörde.

Wettgebühr: 5 Prozent auf jeden Einsatz — auch in Krypto

Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Wettgebühr von 5 Prozent. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung BGBl. I Nr. 7/2025. Vorher waren es 2 Prozent, von 2005 bis März 2025. Die Gebühr wird nicht vom Spieler bezahlt — sie ist die Abgabe des Veranstalters — aber sie schlägt auf die Quoten durch, weil der Veranstalter sie aus seinem Margenpuffer finanzieren muss.

tipp3 hat in seinen FAQ erklärt, wie das intern gehandhabt wird: Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr selbst, bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Wer also 100 Euro zu Quote 2,0 setzt und gewinnt, bekommt nominell 200 Euro ausgezahlt, effektiv aber 195 Euro — 5 Euro davon gehen als Wettgebühr an das Finanzamt. Bei verlorenen Wetten zahlt der Spieler nichts extra, der Buchmacher schluckt die Gebühr aus seiner Marge. Das Modell variiert je Anbieter: Manche ziehen die Gebühr vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche bauen sie vollständig in die Quote ein.

Die Wettgebühr gilt auch für Krypto-Einsätze — die Währung, in der der Einsatz erfolgt, ändert nichts an der Steuerpflicht. Die Bemessungsgrundlage ist der Euro-Gegenwert des Einsatzes zum Zeitpunkt der Wettplatzierung. Ob die Gebühr in BTC oder in Euro abgezogen wird, hängt davon ab, ob der Anbieter in BTC oder Euro abrechnet. Wer bei einem Buchmacher ohne österreichische Bewilligung wettet, zahlt möglicherweise trotzdem Wettgebühr, weil die Gebühr auch für Wetten gilt, die aus Österreich bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Ob der ausländische Anbieter sie tatsächlich abführt, ist eine andere Frage — die Wettgebühr ist eine österreichische Abgabe, und ausländische Anbieter haben hier keine österreichische Betriebsstätte.

Die besten Wettanbieter mit Bitcoin in Österreich 2026 im Detail

Im Folgenden werden die zehn Anbieter einzeln vorgestellt. Jeder Block beschreibt die Bewilligungslage, das Bitcoin-Angebt und die Eigentümlichkeiten des Anbieters — was er gut macht, wo er schwächelt, und für welchen Wettkunden er passt.

tipp3 — Bewilligung der NÖ Landesregierung, Pflichtanbieter mit klaren Regeln

tipp3 ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Die Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung vom 10. Dezember 2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020) ist die formale Grundlage, gestützt auf das NÖ Wettgesetz vom 27. Mai 2020. Für österreichische Wettkunden ist tipp3 der Anbieter, bei dem das Verhältnis von Bewilligung, Spielerschutz und Marktangebot am klarsten geregelt ist. Bitcoin-Einzahlungen werden akzeptiert; die genauen Limits und Wechselkursmechanismen sind in den Zahlungsbedingungen zu prüfen.

Die Limits sind dokumentiert: wöchentliches Einzahllimit bis 1.950 Euro, tägliches Einsatzlimit bis 10.000 Euro, wöchentliches Verlustlimit bis 5.000 Euro. Selbstsperren für 1, 3 oder 6 Monate (Spielpause) oder für 1, 2 oder 3 Jahre (Selbstsperre, Guthaben wird ausgezahlt) sind möglich, aber nach dem Start nicht mehr aufhebbar. Die Wettgebühr trägt tipp3 bei verlorenen Wetten, zieht 5 Prozent vom Gewinn ab bei gewonnenen. Für Wettkunden, die auf klare Verhältnisse Wert legen, ist tipp3 der ruhigste Anbieter im Feld — nicht der mit den höchsten Quoten, aber der mit den dokumentiertesten Regeln.

tipp3 ist für alle Wettkunden die richtige Wahl, die eine österreichische Bewilligung als Grundvoraussetzung sehen und die dokumentierten Limits schätzen. Wer höhere Limits oder einen aggressiveren Bonus sucht, wird bei den nicht-österreichischen Anbietern fündig — auf Kosten der dafür.

win2day — Bewilligung der NÖ Landesregierung, Sportwetten unter dem Lotterien-Dach

win2day wird von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH betrieben, also vom gleichen Unternehmen, das auch Lotto und das Casino-Angebot in Österreich trägt. Für die Sportwetten nennt win2day eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung, die — wie bei tipp3 — auf dem NÖ Wettgesetz beruht. Wichtig zu wissen: Die Sportwetten unterliegen nicht dem Glücksspielgesetz; Lotterie und Casino von win2day schon. Wer bei win2day Sportwetten wettet, bewegt sich in einem anderen rechtlichen Rahmen als wer Lotto spielt.

Die Einzahlungslimits sind altersabhängig: Unter 26 Jahren maximal 250 Euro pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 Euro pro Kalendermonat, auf Antrag individuell erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Der Höchstgewinn pro Standardwette ist 80.000 Euro, pro Systemwette 200.000 Euro. Wetten, die diese Limits überschreiten, werden nicht angenommen — der Buchmacher prüft vor der Annahme, nicht erst bei der Auszahlung.

Bitcoin-Einzahlungen sind möglich; die genauen Konditionen sind in der Zahlungs- und Auszahlungs-Logik des Anbieters zu prüfen. Für Wettkunden, die ohnehin Lotto spielen und ihre Wetten unter einem Dach verwalten wollen, ist win2day eine natürliche Wahl. Für Wettkunden, die zwischen Anbietern wechseln, ist die Trennung zwischen Sportwetten und Casino-Limit zu beachten.

Starsportwetten — Bewilligung vorhanden, Aktenzeichen unbekannt

Die Starsportwetten-App nennt in ihrem Google-Play-Eintrag einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem der Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten erteilt wurde. Welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat, wird nicht genannt — auch die Aktenzahl fehlt. Für Wettkunden, die eine österreichische Bewilligung als Voraussetzung sehen, ist das eine Lücke: Sie können die Bewilligung nicht selbst nachvollziehen, sondern nur der App-Beschreibung glauben.

Starsportwetten positioniert sich als Mobile-First-Anbieter. Für Wettkunden, die hauptsächlich per App wetten und keine überdimensionierten Limits benötigen, ist das Angebot interessant. Die fehlende Transparenz bei der Bewilligung ist ein Wermutstropfen — wer Wert auf Nachvollziehbarkeit legt, prüft vor der Registrierung, ob das zuständige Bundesland eine Bewilligung an die Starbet24 GmbH verzeichnet hat.

Merkur Bets — Rebrand von Cashpoint, Bewilligung aus der Tradition

Die Merkur Group hat ihre österreichische Sportwetten-Sparte im Juni 2025 von Cashpoint auf Merkur Bets umbenannt. Die Marke Cashpoint Sportwetten — gegründet 1996, Sitz in Gerasdorf bei Wien — gibt es in der Größe nicht mehr. Die Bewilligung, die unter Cashpoint galt, gilt unter Merkur Bets weiter, so die Argumentation des Anbieters. Welches Bundesland die Bewilligung erteilt hat, wird in den verfügbaren Quellen nicht explizit genannt — die App im österreichischen App Store wird von Cashpoint Agentur & IT-Service GmbH angeboten, der Entwickler-Eintrag nennt Cashpoint Malta Ltd.

Für Wettkunden, die einen Anbieter mit Tradition und stationärer Präsenz suchen, ist Merkur Bets der konsequenteste Anbieter im Feld. Cashpoint war über Jahrzehnte in Österreich sichtbar, mit Wettannahmestellen und Terminals. Merkur Bets setzt diese Tradition fort, ohne dass die Online-Welt neu erfunden wurde. Für Wettkunden, die nur online wettkunden und keinen Bezug zur Trafik- und Terminal-Welt haben, ist der Unterschied zu anderen Bewilligungs-Inhabern weniger relevant.

Admiral — Bewilligung der OÖ Landesregierung, klassischer Anbieter

Admiral nennt eine Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz. ADMIRAL Sportwetten GmbH ist der Betreiber. Admiral ist in Österreich stark vertreten, mit einer Mischung aus stationären Spielstätten und Online-Angebot. Das Wettprogramm ist breit, die Live-Märkte sind umfangreich.

Für Wettkunden, die einen Anbieter mit hoher Live-Markt-Abdeckung und einer breiten Zahlungsmethoden-Auswahl suchen, ist Admiral eine natürliche Wahl. Die Oö. Wettgesetz-Bewilligung bringt die dort geltenden Limits mit: 500 Euro pro Wette, Live-Wetten nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse. Bitcoin-Einzahlungen sind im Zahlungsportfolio zu prüfen.

Vierklee — Bewilligung der Tiroler Landesregierung, mit Aktenzahl

Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung. Anwendbare Rechtsvorschrift ist das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Die Aktenzahl ist öffentlich, die Behörde ist öffentlich — für Wettkunden, die Wert auf Nachvollziehbarkeit legen, ist Vierklee der transparenteste Anbieter im Feld. Vierklee Wettbüro GmbH ist der Betreiber.

Für Wettkunden, die einen kleinen, fokussierten Anbieter mit dokumentierter Bewilligung suchen, ist Vierklee eine Überlegung wert. Das Wettprogramm ist möglicherweise schmaler als bei Admiral oder Merkur Bets, aber die Bewilligungslage ist klar. Bitcoin-Einzahlungen sind zu prüfen — Vierklee positioniert sich stärker als stationärer Buchmacher mit Wettannahmestellen in Tirol, der Online-Auftritt ergänzt.

Hahaspin — ohne österreichische Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt

Hahaspin nennt als Betreiber Win Top Ltd mit einer Anjouan-Lizenz (ALSI-202509029-FI1). Eine österreichische Bewilligung ist nicht ausgewiesen — Hahaspin fällt nicht unter die österreichischen Wettgesetze. Die Lizenz, die Hahaspin nennt, ist eine ausländische Offshore-Lizenz, die in Österreich keine Gültigkeit hat.

Für Wettkunden, die einen Bonus oder ein Wettprogramm suchen, das die österreichischen Anbieter nicht bieten, ist Hahaspin eine Überlegung. Für Wettkunden, die auf den Schutz einer österreichischen Behörde Wert legen, ist Hahaspin das falsche Angebot: Es gibt keine österreichische Anlaufstelle bei Streit, keine österreichische Selbstsperre, die hier greift, keine österreichische Aufsicht über das Produkt. Die rechtliche Lage — Wetten bei einem ausländischen Anbieter ist in Österreich kein dokumentiertes Vergehen für den Spieler — ändert nichts daran, dass der Spieler im Streitfall auf die Hausregeln von Win Top Ltd und die Durchsetzung in Anjouan angewiesen ist.

Bets.io — ohne österreichische Bewilligung, Anjouan-Lizenz

Bets.io nennt eine Anjouan-Lizenz (ALSI-202410047-FI2). Die Lizenz ist ausgestellt, gültig, aber in Österreich keine Bewilligung. Bets.io positioniert sich als Krypto-natives Wettangebot, mit Schwerpunkt auf Bitcoin und anderen Kryptowährungen.

Für Wettkunden, die ausschließlich in Krypto wettkunden und sich über die fehlende österreichische Bewilligung im Klaren sind, ist Bets.io eine Option. Für Wettkunden, die Wert auf die österreichische Aufsicht legen, ist Bets.io das falsche Angebot — die Lizenz ist eine reine Offshore-Lizenz ohne österreichische Anbindung.

20Bet — ohne österreichische Bewilligung, Anjouan-Lizenz

20Bet wird von Lumora Digital Lt. betrieben, mit einer Anjouan-Lizenz (ALSI-202505033-FI2). Das Angebot startete 2020. 20Bet ist ein etablierter internationaler Anbieter, der in vielen Ländern aktiv ist. Eine österreichische Bewilligung ist nicht ausgewiesen.

Für Wettkunden, die ein breites Wettprogramm und ein internationales Angebot suchen, ist 20Bet eine Option. Für Wettkunden, die eine österreichische Bewilligung als Voraussetzung sehen, ist 20Bet das falsche Angebot — die fehlende Bewilligung bedeutet fehlende österreichische Aufsicht.

Drakaris — ohne österreichische Bewilligung, Tobique Gaming Commission

Drakaris wird laut AGB (gültig seit 12.06.2025) von der Novatrix SRL in Costa Rica betrieben. Die Lizenz wird von der Tobique Gaming Commission ausgestellt (Lizenznummer 0000002). Eine österreichische Bewilligung ist nicht ausgewiesen.

Für Wettkunden, die einen kleinen, spezialisierten Anbieter suchen, ist Drakaris eine Überlegung. Für Wettkunden, die auf die österreichische Aufsicht Wert legen, ist Drakaris das falsche Angebot — die Tobique Gaming Commission ist eine kanadische Behörde mit begrenztem Ruf, und die fehlende österreichische Bewilligung bedeutet fehlende österreichische Anlaufstelle im Streitfall.

Konsequenzen für den Wettkunden: was die Wahl wirklich bedeutet

Die Wahl zwischen Anbietern mit und ohne österreichische Bewilligung ist nicht kosmetisch — sie hat handfeste Konsequenzen, die je nach Wettverhalten unterschiedlich schwer wiegen.

Wer eine österreichische Bewilligung braucht

Wettkunden, die einen Höchstgewinn von 200.000 Euro (Systemwette) realistisch ausschöpfen wollen, sind bei win2day richtig — kein anderer österreichisch bewilligter Anbieter nennt eine vergleichbare Höchstgrenze. Wettkunden, die ihre Limits selbst setzen wollen, sind bei tipp3 richtig, weil die Limits dokumentiert sind und nicht im Kleingedruckten versteckt werden. Wettkunden, die einen kleinen, überschaubaren Anbieter suchen, sind bei Vierklee richtig, weil die Bewilligung öffentlich nachvollziehbar ist.

Wer in einem Bundesland mit strengen Live-Wetten-Regeln wettet (Wien: nur auf End- oder Teilergebnisse; Oberösterreich: nur auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder „Wer schießt als nächstes“), sollte einen Anbieter wählen, der diese Limits technisch umsetzt. Admiral und tipp3 sind die Anbieter, die das am konsistentesten tun.

Wer eine ausländische Lizenz akzeptieren kann

Wettkunden, die ein größeres Wettprogramm suchen — insbesondere in den Bereichen Esports, Spezialmärkte oder Live-Wetten mit hoher Marktbreite — finden das bei Bets.io, 20Bet oder Drakaris eher als bei den österreichisch bewilligten Anbietern. Wettkunden, die ein Krypto-natives Angebot suchen, sind bei Bets.io richtig — der Anbieter positioniert sich als Krypto-first.

Wer diese Anbieter wählt, akzeptiert drei Dinge: keine österreichische Anlaufstelle bei Streit, keine österreichische Selbstsperre und möglicherweise eine andere Behandlung der Wettgebühr. Die Wettgebühr ist eine österreichische Abgabe — sie wird auch für Wetten fällig, die aus Österreich bei einem ausländischen Anbieter platziert werden. Ob der ausländische Anbieter sie tatsächlich abführt, hängt von seiner Bereitschaft und seiner Rechtsstruktur ab. Die meisten ziehen die Wettgebühr nicht direkt vom Spieler ab, sondern finanzieren sie aus ihrer Marge — aber das ist eine unternehmerische Entscheidung, keine rechtliche Verpflichtung gegenüber dem österreichischen Spieler.

Praktische Schritte: was vor der Registrierung zu prüfen ist

Wer sich für einen Anbieter entscheidet, sollte vier Dinge prüfen, bevor er einzahlt:

  1. Bewilligung: Steht im Impressum eine österreichische Bewilligung mit Aktenzahl und Bundesland? Wenn nein, ist der Anbieter im Ausland.
  2. Limits: Welche Limits gelten für Einzahlung, Einsatz und Verlust? Sind sie im eigenen Profil einstellbar?
  3. Selbstsperre: Gibt es eine Selbstsperre-Funktion? Wie lange dauert sie, und ist sie nach dem Start aufhebbar?
  4. Auszahlung: Welche Identitätsprüfung verlangt der Anbieter vor der ersten Auszahlung? Welche Dokumente sind nötig?

Diese vier Punkte entscheiden, ob ein Anbieter zu den eigenen Bedürfnissen passt — und sie sind bei jedem Anbieter anders. Wer sie vor der Einzahlung klärt, vermeidet Überraschungen bei der Auszahlung.

Wie eine Bitcoin-Einzahlung bei einem Wettanbieter konkret abläuft

Wer zum ersten Mal mit Bitcoin bei einem Wettanbieter einzahlt, durchläuft in der Regel diese Schritte: Konto registrieren, falls noch nicht geschehen; zum Zahlungsbereich navigieren; Bitcoin als Einzahlungsmethode wählen; der Anbieter zeigt eine Einzahlungs-Adresse, einen QR-Code und einen Wechselkurs; die Überweisung aus dem eigenen Wallet initiieren; auf die Blockchain-Bestätigung warten — in der Regel ein bis drei Bestätigungen, was zwischen 10 Minuten und einer Stunde dauern kann; der Betrag wird im Wettkonto gutgeschrieben.

Worauf bei der Einzahlung zu achten ist

Drei Dinge verdienen Aufmerksamkeit. Erstens: Der Wechselkurs, den der Anbieter zum Zeitpunkt der Einzahlung anbietet, ist nicht zwingend der Marktkurs. Manche Anbieter kalkulieren einen Spread ein, der den Euro-Gegenwert der Einzahlung um 1 bis 3 Prozent schmälert. Wer ein großes Volumen einzahlt, sollte den Wechselkurs mit dem Marktkurs auf einer unabhängigen Plattform vergleichen. Zweitens: Die Netzwerkgebühr zahlt der Sender. Wer 100 Euro einzahlt und 5 Euro Netzwerkgebühr zahlt, hat effektiv nur 95 Euro transferiert — der Buchmacher schreibt den Bruttobetrag nach der Bestätigung gut, also den Betrag minus Gebühr. Drittens: Manche Anbieter verlangen eine Mindesteinzahlung in BTC. Wer 50 Euro einzahlen will und der Bitcoin-Kurs steht bei 60.000 Euro, müsste 0,000833 BTC überweisen — manche Anbieter runden auf 0,001 BTC auf, was 60 Euro entspricht. Das ist kein Problem, solange man es weiß.

Wie die Auszahlung in Bitcoin abläuft

Die Auszahlung folgt dem umgekehrten Mechanismus: Wettkonto → Wallet des Kunden. Voraussetzung ist die Identitätsprüfung. Wer zum ersten Mal auszahlt, muss in der Regel einen Ausweis und eine Adressbestätigung vorlegen — das ist Standard, nicht bitcoin-spezifisch. Nach der Prüfung wird die Auszahlung in BTC an die angegebene Wallet-Adresse überwiesen. Der Wechselkurs zum Auszahlungszeitpunkt wird vom Anbieter festgelegt, die Netzwerkgebühr zahlt der Anbieter oder der Kunde — je nach Anbieter. Manche Anbieter erlauben nur eine Auszahlung über denselben Weg wie die Einzahlung; wer mit BTC eingezahlt hat, bekommt auch in BTC ausgezahlt, was die Steuerprüfung vereinfacht, aber das Wechselkursrisiko bis zur Auszahlung trägt.

Wenn die Blockchain hakt: Bestätigungen und Stornierungen

Eine Bitcoin-Transaktion ist nicht sofort endgültig. Sie wird in einen Block aufgenommen, der dann an die Blockchain angehängt wird — und je mehr Blöcke oben drauf kommen, desto sicherer ist sie. Die meisten Wettanbieter warten auf mindestens eine Bestätigung, manche auf drei oder mehr. Bei Netzwerküberlastung kann eine Bestätigung länger dauern als die üblichen 10 Minuten. Wer seine Einzahlung in der Wettgebühr des gleichen Spiels verwenden will, sollte einen Puffer einplanen.

Stornierungen sind im Bitcoin-Netzwerk nicht möglich. Was einmal gesendet wurde, ist gesendet. Der Buchmacher kann die Gutschrift auf seinem Wettkonto rückgängig machen, wenn die Bestätigung ausbleibt oder die Transaktion fehlerhaft war — aber die Bitcoin selbst sind unterwegs. Wer eine falsche Adresse verwendet hat, hat ein Problem: Bitcoin-Transaktionen sind irreversibel, und eine falsche Adresse bedeutet, dass das Geld an einen falschen Empfänger gegangen ist. Manche Anbieter bieten eine Adress-Validierung an, die das verhindert.

Die Wettgebühr im Detail: 5 Prozent, seit April 2025

Die Wettgebühr ist seit dem 1. April 2025 von 2 auf 5 Prozent gestiegen. Die Bemessungsgrundlage ist der Einsatz, nicht der Gewinn. tipp3 hat eine bestimmte Methode gewählt, die nicht alle Anbieter teilen.

Wie tipp3 die Gebühr handhabt

Bei verlorenen Wetten trägt tipp3 die Gebühr aus eigener Tasche — der Spieler sieht keine 5-Prozent-Abzüge auf seinen Einsatz. Bei gewonnenen Wetten werden 5 Prozent des Gewinns abgezogen. Wer 100 Euro zu Quote 2,0 setzt und gewinnt, bekommt nominell 100 Euro Gewinn ausgezahlt, effektiv aber 95 Euro — 5 Euro davon sind Wettgebühr. Das Modell „Gebühr trägt der Anbieter bei Verlust, zieht beim Gewinn ab“ ist transparent und für den Spieler nachvollziehbar. Es ist aber nicht das einzige Modell im Markt.

Wie andere Anbieter die Gebühr handhaben

Admiral, win2day und Vierklee handhaben die Wettgebühr möglicherweise anders — die genauen Modelle sind in den AGB und Wettreglements der Anbieter zu prüfen. Manche Anbieter ziehen die Gebühr direkt vom Einsatz ab, andere bauen sie vollständig in die Quoten ein, andere tragen sie selbst. Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung ist die Frage ohnehin offen: Die Wettgebühr ist eine österreichische Abgabe, und die Bereitschaft eines ausländischen Anbieters, sie abzuführen, variiert.

Die Wettgebühr bei Krypto-Einsätzen

Die Wettgebühr wird auch für Krypto-Einsätze fällig — die Währung, in der der Einsatz erfolgt, ändert nichts an der Steuerpflicht. Die Bemessungsgrundlage ist der Euro-Gegenwert des Einsatzes zum Zeitpunkt der Wettplatzierung. Wenn die Quote in BTC angegeben ist, muss der Anbieter den Euro-Wert zum aktuellen Wechselkurs ermitteln und davon 5 Prozent abziehen. Für Wettkunden bedeutet das: Auch wer „in Bitcoin denkt“, zahlt in Euro-Steuer. Das ist gewöhnungsbedürftig, aber rechtlich konsequent — die Wettgebühr knüpft an den wirtschaftlichen Vorgang an, nicht an die Zahlungsmethode.

Verantwortungsvolles Wetten: was jeder Wettkunde beachten sollte

Wer mit Bitcoin wettet, trägt drei Risiken, die ein Euro-Wettkunde nicht trägt: das Wechselkursrisiko der Kryptowährung, das Netzwerkgebührenrisiko und das Risiko einer ungeklärten Rechtslage bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung. Das sind keine kleinen Risiken — sie können den effektiven Einsatz um mehrere Prozent schmälern oder den Gewinn im Nachhinein auffressen.

Drei Grundregeln für Bitcoin-Wetten

Erstens: Nur mit Geld wetten, dessen Verlust man verkraften kann. Bitcoin ist volatil — ein 10-Prozent-Kursverlust an dem Tag, an dem die Auszahlung kommt, ist möglich. Zweitens: Den Anbieter vor der Einzahlung prüfen, nicht erst bei der Auszahlung. Die Bewilligung, die Limits, die Selbstsperre-Funktion und die Auszahlungs-Logik sind vor der Einzahlung zu klären, nicht erst wenn es zu spät ist. Drittens: Eine eigene Strategie für die Wettgebühr mitbringen. Wer in BTC wettet und in BTC auszahlt, trägt das Wechselkursrisiko von Einzahlung bis Auszahlung. Wer in BTC einzahlt und in Euro auszahlt, trägt nur das Risiko bis zur Auszahlung. Wer in Euro einzahlt und in Euro auszahlt, trägt kein Wechselkursrisiko, aber zahlt möglicherweise Umrechnungsgebühren beim Anbieter.

Anlaufstellen bei Problemen

Bei Streit mit einem österreichisch bewilligten Anbieter ist die erste Anlaufstelle der Anbieter selbst. Wenn das nicht hilft, kann man sich an die zuständige Landesbehörde wenden — die Niederösterreichische Landesregierung für tipp3 und win2day, die Oberösterreichische Landesregierung für Admiral, die Tiroler Landesregierung für Vierklee. Bei den nicht-österreichischen Anbietern gibt es keine österreichische Anlaufstelle — der Streit wird nach den Regeln der ausländischen Lizenz ausgetragen, in der Sprache des Lizenzgebers und vor dessen Gerichten.

Für Hilfsangebote bei problematischem Wettverhalten verweist die Branche auf Playsponsible.at. Das Angebot ist unabhängig vom Anbieter und richtet sich an alle, die merken, dass das Wetten die Kontrolle über ihr Leben übernimmt.

Häufige Fragen zu Wettanbietern mit Bitcoin in Österreich

Gibt es in Österreich ein nationales Limit oder Register, das Krypto-Einzahlungen bei Sportwetten regelt?

Nein. Österreich hat keine Bundeslizenz für Sportwetten und kein nationales Limitregister. Die Glücksspielreform 2026, die ein Sperr- und Limitregister einführt, betrifft das Glücksspielgesetz — klassische Sportwetten fallen nicht darunter. Limits und Sperren sind Sache jedes Bundeslandes und jedes Anbieters. Die Reform wird Sportwetten voraussichtlich auch künftig nicht erfassen.

Ist ein Wettanbieter mit Bitcoin-Einzahlung in Österreich bewilligt oder nur im Ausland lizenziert?

Das kommt auf den Anbieter an. tipp3, win2day, Starsportwetten, Merkur Bets, Admiral und Vierklee führen eine österreichische Bewilligung — entweder mit oder ohne öffentliche Aktenzahl. Hahaspin, Bets.io, 20Bet und Drakaris führen keine österreichische Bewilligung, sondern eine ausländische Lizenz, die in Österreich keine Gültigkeit hat. Bei diesen Anbietern gibt es keine österreichische Behörde, die man bei Streit einschalten kann.

Was verliert ein Wettender, wenn der Anbieter im Ausland sitzt und keine österreichische Bewilligung hat?

Drei Dinge: Die österreichische Anlaufstelle bei Streit, die österreichische Selbstsperre, die im Anbieter-System abgebildet ist, und die Aufsicht durch eine österreichische Behörde über das Produkt. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, ist dessen Hausregeln ausgeliefert und muss sich bei Streit an die ausländische Lizenzbehörde wenden — auf deren Sprache, nach deren Regeln, vor deren Gerichten. Die Wettgebühr wird zwar fällig, der Anbieter führt sie aber möglicherweise nicht ab.

Wofür dient die Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung, und wen schützt sie?

Die Identitätsprüfung ist eine Anti-Geldwäsche-Maßnahme und gilt unabhängig von der Einzahlungsmethode. Sie schützt den Anbieter vor Geldwäsche und den Spieler vor Identitätsmissbrauch. Wer die Prüfung umgehen will, hat in der Regel keinen Erfolg — die meisten Anbieter zahlen ohne Identitätsprüfung nicht aus. Die Prüfung erfolgt in der Regel durch Vorlage eines Ausweises und einer Adressbestätigung. Bei Bitcoin-Einzahlungen ist sie nicht strenger als bei Euro-Einzahlungen, aber sie ist zwingend.

Wie wirken sich Kursschwankungen und Netzwerkgebühren auf Einzahlung und Auszahlung aus?

Netzwerkgebühren zahlt der Sender. Bei starkem Netzverkehr können sie mehrere Euro ausmachen, was die effektive Einzahlung schmälert. Der Empfänger-Betrag auf dem Wettkonto ist der Bruttobetrag nach Netzwerkgebühr. Kursschwankungen wirken sich auf den Euro-Gegenwert der Einzahlung aus — wer 0,01 BTC einzahlt, zahlt den Euro-Wert zum Zeitpunkt der Einzahlung. Bei Auszahlung in BTC erhält der Spieler den BTC-Betrag zum Wechselkurs des Anbieters; den Euro-Wert realisiert der Spieler erst beim Verkauf. Dazwischen liegt das Wechselkursrisiko.

Fällt die Wettgebühr von 5 % auch bei Einsätzen in Kryptowährung an, und wer trägt sie?

Ja, die Wettgebühr fällt unabhängig von der Zahlungsmethode an. Sie ist eine österreichische Abgabe auf den Einsatz, und der Einsatz wird in Euro zum Wechselkurs zum Zeitpunkt der Wettplatzierung bewertet. Die Gebühr wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Spieler — aber der Veranstalter kann sie über die Quoten, das durch den Gewinn-Abzug oder durch Eigenübernahme weiterreichen. tipp3 zieht 5 Prozent vom Gewinn ab, andere Anbieter handhaben es möglicherweise anders. Bei Anbietern ohne österreichische Bewilligung ist die Frage offen — die Gebühr ist fällig, aber die Durchsetzung hängt vom Anbieter ab.

Wer trägt die Kosten — und wer trägt das Risiko?

Die Buchmacher-Marge ist die andere Seite der Wettgebühr. Sie ist das, was der Anbieter pro 100 Euro Einsatz einbehält, unabhängig vom Ausgang der Wette. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) und Quoten von 2,10/3,40/3,50 ergibt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,50) = 1 ÷ (0,476 + 0,294 + 0,286) = 1 ÷ 1,056 = 94,7 Prozent. Die Marge liegt also bei 5,3 Prozent. Davon geht ein Teil als Wettgebühr an das Finanzamt, der Rest bleibt beim Anbieter.

Diese Marge ist unabhängig davon, ob der Einsatz in Euro oder in Bitcoin erfolgt. Der Buchmacher rechnet seine Quoten in Euro und schlägt die Marge darauf. Wer in Bitcoin schuletzt, nimmt das Wechselkursrisiko der Krypto-Währung zusätzlich zum Wett- und Marge-Risiko dazu. Wer das nicht tragen will, wettet besser in Euro.

Inhalt erstellt vom Team «wettenvergleichat»