Die besten Wettanbieter mit Freiwette in Österreich 2026
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Stand der Daten: November 5, 2026; abgeglichen mit den Angaben der Wettanbieter und dem NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020).
Wer auf tipp3, win2day oder einem der großen Offshore-Buchmacher eine Gratiswette einlöst, tauscht Bargeld gegen eine Wette mit Auflagen. Die Auflagen entscheiden, was eine Freiwette tatsächlich wert ist — und das ist fast nie der aufgedruckte Betrag. Wer das nicht sortiert, bevor er einzahlt, erlebt im schlechtesten Fall eine Wette, die er nicht platzieren kann, und im besten eine Quote, die die Marketing-Versprechen nicht hält.
Die zentrale Eigenheit der Freiwette: Der Einsatz wird bei einem Gewinn nicht mit zurückgezahlt. Wer eine 10 €-FreeWette zu Quote 2,50 setzt und gewinnt, bekommt 25 € ausgezahlt — die 10 € Einsatz bleiben beim Buchmacher. Dieser eine Satz steht in den Bedingungen jedes österreichischen Anbieters, und er ist der Grund, warum eine 50 €-FreeWette nicht 50 € wert ist.
Eine zweite Eigenheit: Für Wettboni gibt es in Österreich kein eigenes Gesetz. Die Bundesländer regeln das Wetten selbst (siehe Niederösterreich mit LGBl. Nr. 58/2020), der Bund schaut nur via Wettgebühr zu. Bonusbedingungen sind Vertragsrecht zwischen Anbieter und Spieler — sie stehen in den AGB des Buchmachers und nirgendwo sonst.
Eine dritte Eigenheit, die sich aus der Rechtslage ergibt: Anbieter mit österreichischer Bewilligung (tipp3, win2day, Merkur Bets, Vierklee, Starsportwetten, Admiral) tragen die Wettgebühr nach eigenen Angaben selbst oder ziehen sie vom Gewinn ab; bei Offshore-Buchmachern ist die Gebühr nach dem Gesetz ebenfalls fällig — nur kommt dort kein österreichischer Anbieter, sie zu zahlen, und das ändert nichts daran, dass sie auf Einsätze aus Österreich geschuldet ist. Wer das ausblendet, wettet mit einem Steuerrisiko, das er nicht sieht.
Dieser Vergleich geht die Anbieter durch, die in Österreich tatsächlich mit einer Freiwette werben, und zeigt, was hinter dem Begriff steht.
Was eine Freiwette in Österreich ist — und was sie nicht ist
Eine Freiwette ist ein Wettgutschein, den der Anbieter dem Spieler schenkt. Sieht man vom Bundesländer-Regelwerk ab, gibt es drei Sorten: die FreeBet, die nach einer Einzahlung gewährt wird; die FreeBet ohne Einzahlung, die ein Anbieter gelegentlich für Bestandskunden ausgibt; und die Gratiswette als Teil eines Willkommenspakets. Allen gemeinsam ist die Einsatz-Nicht-Rückzahlung — sie ist in den österreichischen Markt hinein so verbreitet, dass die Ausnahmen (seltene „Free Bet Plus“-Modelle ausländischer Marken) nicht ins Gewicht fallen.

Wer in Österreich eine FreeWette bekommt, bekommt einen Geldbetrag, mit dem er genau eine Wette platzieren kann. Liegt die Wette richtig, wird der Reingewinn ausgezahlt; der FreeBet-Einsatz bleibt beim Anbieter. Liegt sie falsch, verfällt die FreeBet — der Spieler hat nichts verloren, weil er nichts eingesetzt hat, aber auch nichts gewonnen.
Was die FreeWette von einem klassischen Bonus unterscheidet
Ein klassischer Einzahlungsbonus verdoppelt oder verzinst die Einzahlung des Spielers und ist an Umsatzbedingungen geknüpft — der Spieler muss den Bonusbetrag mehrfach zu einer Mindestquote setzen, bevor er auszahlbar wird. Eine FreeBet funktioniert anders: Sie ist kein Geld, das umgesetzt werden muss, sondern ein Wettschein, der einmal genutzt werden kann. win2day nennt das in der Wettordnung explizit so — die FreeBet ist kein auszahlbares Guthaben und kein Bonus im klassischen Sinn.
In der Werbung verschwimmt die Grenze. Wer „100 % bis 200 €“ liest, denkt an einen klassischen Bonus. Wer „50 € FreeBets“ liest, denkt an 50 € geschenktes Geld. Beides stimmt nur, wenn man die Einsatzregel hinzudenkt. Genau das macht die FreeBet für Neukunden zum Verständnisproblem und für erfahrene Spieler zum Rechenbeispiel.
Die Rolle der Einsatzquote
Die Quote entscheidet, wie viel eine FreeBet wert ist. Eine 10 €-FreeBet auf Quote 1,50 ist weniger wert als eine 10 €-FreeBet auf Quote 3,00 — bei gleichem nominellen Betrag. Der Grund: Der Gewinn ist das Produkt aus FreeBet-Einsatz und Quote, abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Bei Quote 1,50 sind das 5 € Reingewinn; bei Quote 3,00 sind es 20 €.
Das ist nicht nur Theorie. Wer auf eine FreeBet eine niedrige Quote setzt, verschenkt einen Teil des Werts, den der Anbieter ihm gegeben hat. Wer auf eine hohe Quote setzt, gewinnt im Erfolgsfall mehr, riskiert aber mehr — die Wette ist schließlich nur eine Wette. Die optimale Strategie hängt davon ab, wie sicher man sich bei der Wette fühlt.
Der Gewinn im Detail
win2day formuliert es in den FAQ so: Der mögliche Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. Bei einer Einzelwette ist die Gesamtquote identisch mit der Wettquote. Bei einer Kombiwette werden die Quoten multipliziert — eine 2,00/3,00-Kombi hat die Gesamtquote 6,00. Wer auf einer 10 €-FreeBet die Kombi setzt und gewinnt, bekommt 60 € ausgezahlt, davon 50 € Reingewinn.
Warum Cash-Out bei FreeBets meist ausfällt
Bei win2day ist die Cash-Out-Funktion für Wetten, die als FreeBet gespielt werden, deaktiviert. Wer die FreeBet vor Ablauf gegen einen Teilgewinn verkaufen will, kann das nicht. Das ist keine Schikane, sondern Logik: Die FreeBet ist ein Gutschein, kein offener Markt. Wer sie versilbern will, muss sie zu Ende spielen.
Andere Anbieter handhaben das anders. Manche lassen Cash-Out zu, ziehen aber den FreeBet-Einsatz anteilig ab. Wer vor dem Platzieren der FreeBet klären will, ob Cash-Out geht, liest die FAQ des Anbieters oder probiert es am Wettschein aus — der Cash-Out-Button erscheint bei deaktivierten Wetten gar nicht erst.
Die Gültigkeit — und warum sie oft kurz ist
FreeBets verfallen. win2day gibt seinen FreeBets drei Jahre Gültigkeit, was großzügig ist; andere Anbieter sind bei 7, 14 oder 30 Tagen. Wer die FreeBet nicht innerhalb der Frist nutzt, verliert sie. Bei Einzahlungs-basierten FreeBets läuft die Frist ab der qualifizierenden Einzahlung; bei No-Deposit-FreeBets ab der Gutschrift.
Das klingt nach einer Marginalie, ist aber eine der häufigsten Ursachen für verlorene FreeBets. Wer einzahlt, die FreeBet bekommt, sie vergisst und drei Wochen später wieder spielt, sieht sie nicht mehr im Konto.
Der Wert einer FreeBet im konkreten Beispiel
Eine FreeBet ist nicht das, was auf dem Bonusschein steht. Wer das berechnen will, muss den statistischen Erwartungswert heranziehen — den durchschnittlichen Gewinn über viele mögliche Ausgänge.
Nehmen wir eine 10 €-FreeBet, die auf einem Markt mit zwei Ausgängen (etwa einem Tennis-Match) bei beiden Quoten 1,90 platziert wird. Die Auszahlungsquote dieses Marktes — der Anteil, den der Buchmacher im Schnitt zurückzahlt — liegt bei 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,526 + 0,526) = 0,952 = 95,2 %. Der Buchmacher behält 4,8 % Marge.
Eine FreeBet ohne Einsatzrückzahlung hat einen Erwartungswert von FreeBet-Betrag mal (Quote minus 1) geteilt durch Quote, multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes. Bei 10 €, Quote 1,90 und Auszahlungsquote 95,2 %: 10 × (0,90 ÷ 1,90) × 0,952 = 10 × 0,474 × 0,952 = 4,51 €.
Eine 10 €-FreeBet ist also im Schnitt rund 4,50 € wert — nicht 10 €. Bei höherer Quote steigt der Wert: Auf Quote 3,00 und einem Markt mit ähnlicher Marge sind es etwa 6,40 €. Auf Quote 5,00 sind es rund 7,70 €. Die FreeBet nähert sich ihrem Nennwert erst bei sehr hohen Quoten.
Dieser Wert ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten, kein Versprechen für eine einzelne Wette. Wer die FreeBet auf eine Quote 1,30 setzt, bekommt im Erfolgsfall nur 3 € ausgezahlt; wer sie auf Quote 10,00 setzt, bekommt 90 € — falls die Wette gewinnt. Beides ist möglich; im Mittel liegt der Wert zwischen diesen Extremen.
Praktische Konsequenz: Wer mehrere FreeBets zur Verfügung hat, sortiert sie nach Quote. Die FreeBet mit der höchsten Mindestquote (wenn der Anbieter eine vorschreibt) bekommt die sicherste Wette; die mit der niedrigsten die riskantere. So streut der Spieler das Risiko und maximiert den Erwartungswert.
Die Anbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht listet zehn Anbieter, die in Österreich mit einer Freiwette werben oder werben könnten. Die ersten sechs haben eine österreichische Bewilligung nach einem Landeswettgesetz; die letzten vier sind Offshore-Anbieter ohne österreichische Bewilligung. Die Spalte zur Bewilligung zeigt, was die Betreiber selbst auf ihrer Seite angeben oder was die zuständige Landesregierung veröffentlicht hat. Die Spalte zur Lizenz nennt den Betreiber, die gegebenenfalls genannte Lizenzbehörde oder den Lizenzgeber im Ausland.
| Anbieter | Bewilligung | Betreiber / Lizenz |
|---|---|---|
| tipp3 | NÖ Landesregierung (Bescheid 10.12.2020, IVW1-Wett-47/001-2020, NÖ Wettgesetz LGBl. Nr. 58/2020) | Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. |
| win2day | NÖ Landesregierung (NÖ Wettgesetz LGBl. Nr. 58/2020) | Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH |
| Merkur Bets | Österreichische Bewilligung, Bundesland und Bescheid vom Betreiber nicht veröffentlicht | Österreichischer Sportwetten-Anbieter der Merkur Group |
| Vierklee | Tiroler Landesregierung (Zl. IIa.10.065/144-0) | Vierklee Wettbüro GmbH |
| Starsportwetten | Österreichische Bewilligung, Bundesland und Bescheid vom Betreiber nicht veröffentlicht | Starbet24 GmbH (Bescheid 8. März 2022) |
| Admiral | OÖ Landesregierung (Oö. Wettgesetz) | ADMIRAL Sportwetten GmbH (vormals Novomatic-Gruppe) |
| Lunubet | Keine österreichische Bewilligung | Lizenzgeber: Curaçao |
| BetLabel | Keine österreichische Bewilligung | Lizenzgeber: Curaçao |
| Winz.io | Keine österreichische Bewilligung | Lizenzgeber: Tobique Gaming Commission 0000002, Anjouan ALSI-202508056-FI2 |
| BetAlright | Keine österreichische Bewilligung | Lizenzgeber: nicht festgestellt |
Die Tabelle sortiert die Anbieter nach Bewilligungsstatus — österreichische Bewilligung zuerst, Offshore danach. Sie macht keine Aussage zur Qualität der FreeBet oder zur Sicherheit des Anbieters; sie zeigt nur, was die genannten Quellen hergeben.
Die österreichischen Anbieter im Detail
tipp3 — der Bewilligungs-Veteran aus Niederösterreich
tipp3 ist die etablierte österreichische Sportwette, getragen von der Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H. Die Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung datiert auf den 10.12.2020 und stützt sich auf das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020). tipp3 trägt — wie alle Inserenten der Anbieterliste — in seinem Impressum selbst.
Mit der Beim Land-Sportwetten-Markt zählt tipp3 zu den auffälliger positionierten Marken: Annahmestellen in Trafiken, Online-Wetten über Portal und App, ein Vertrieb, der im österreichischen Alltag sichtbar ist. Der Willkommensbonus und andere Aktionen sind über die Startseite aufrufbar, ändern sich aber regelmäßig.
Die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz wird seit 1. April 2025 fällig. tipp3 gibt an, sie bei verlorenen Wetten selbst zu tragen; bei gewonnenen Wetten werden 5 % vom Gewinn abgezogen. Ein Beispiel aus den tipp3-Hilfe-Seiten: 10 € Einsatz zu Quote 2,00 ergibt 20 € Bruttogewinn; 1 € Gebühr wird abgezogen; ausgezahlt werden 19 €. Diese Buchung gilt nicht für Cash-Out-Gewinne und nicht für „ja/nein“- oder „alle 7“-Wetten.
Spielerschutz ist bei tipp3 doppelt verankert. Die Spielpause dauert 1, 3 oder 6 Monate und lässt das Guthaben im Konto; die Selbstsperre dauert 1, 2 oder 3 Jahre und überweist das Restguthaben auf das verknüpfte Bankkonto. Beide Sperren sind nach ihrem Beginn nicht mehr aufhebbar — wer die Sperre setzt, bleibt bis zum Ende draußen.
Bargeld-Einzahlungen und Bargeld-Auszahlungen über tipp3-Partner sind auf 1.000 € pro Woche begrenzt; eingezahltes Guthaben muss einmal vollständig für Sportwetten eingesetzt werden, bevor es ausgezahlt werden kann. Das ist die eigene Sicherheitslinie des Anbieters, kein Gesetz.
Für Spieler, die einen Anbieter mit klar dokumentierter österreichischer Bewilligung, klarer Wettgebühr-Regelung und klaren Sperr-Optionen suchen, ist tipp3 die offensichtliche Adresse. Die FreeBet ist nicht der Hauptwerbe-Punkt des Hauses; wer sie nimmt, nimmt sie als Ergänzung.
win2day — der FreeBet-Spezialist unter den Land-Bewilligten
win2day ist die österreichische Lotterien-Marke, deren Sportwetten-Sparte unter einer Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung läuft — und die sich mit einer der konkretesten FreeBet-Bedingungen des Marktes schmückt.
Die FreeBet-Aktion: Fünf FreeBets zu je 10 €, also 50 € insgesamt, nach einer ersten Einzahlung von mindestens 1 €. Die FreeBets sind drei Jahre gültig, gelten nur für Einzelwetten (nicht für Systemwetten), müssen genau in Höhe des FreeBet-Betrags gesetzt werden und sind nicht auszahlbar. Das ist die ganze Regel — und sie ist im Vergleich zu vielen Offshore-Boni ungewöhnlich klar.
Eine weitere Eigenheit: Wer eine Wette als FreeBet spielt, kann sie nicht per Cash-Out vorzeitig beenden. Wer auf Quote 2,50 steht und merkt, dass das Spiel kippt, muss die Wette durchlaufen lassen — oder zusehen, wie sie verliert. Das ist bei win2day eine bewusste Designentscheidung, die FreeBets zu echten Wetten macht.
Das Einzahlungslimit ist zweistufig: bis 26 Jahre maximal 250 € pro Woche (Freitag bis Donnerstag), ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag höher. Gewinne zählen nicht zum Limit; wer viel gewinnt, kann viel setzen. Das Limit ist ein Verbraucherschutz-Instrument des Anbieters, kein gesetzliches Limit.
win2day wickelt Gewinne als elektronisches Guthaben ab, das vier Wochen lang beansprucht werden kann, falls es nicht automatisch gutgeschrieben wurde; Auszahlungen gehen auf das registrierte Bankkonto, Auszahlungsgebühren trägt der Spieler. Das ist im österreichischen Markt Alltag, aber ein Punkt, den Neukunden oft übersehen.
Für den FreeBet-Vergleich ist win2day die Referenz: ein Anbieter mit Land-Bewilligung, klaren FreeBet-Bedingungen und der dokumentierten Regel „Einsatz wird nicht ausgezahlt“. Wer in Österreich eine FreeBet nimmt und wissen will, was er bekommt, liegt hier richtig.
Merkur Bets — der Neuling aus der Merkur Group
Bis Juni 2025 hieß die österreichische Sportwetten-Sparte der Merkur Group Cashpoint Sportwetten. Dann wurde umfirmiert: Merkur Bets ist die neue Marke, der Sitz bleibt Gerasdorf bei Wien, das Gründungsjahr 1996.
Die Bewilligung nennt der Betreiber auf der eigenen Seite, aber ohne Bundesland und ohne Bescheid-Akazidenz. Für einen Anbieter mit Land-Bewilligung ist das eher ungewöhnlich — tipp3, win2day und Vierklee veröffentlichen die Akazidenz, Admiral nennt das Gesetz. Wer die Bewilligung prüfen will, muss beim Anbieter oder bei der zuständigen Landesregierung anfragen. Das ist kein Misstrauensgrund, aber ein Recherche-Punkt.
Über FreeBet-Aktionen der neuen Marke ist aus den verfügbaren Quellen wenig zu erfahren. Die Merkur Group betreibt in Österreich ein breites Glücksspiel-Portfolio — Spielautomaten, Annahmestellen, Online — und die Sportwetten-Sparte tritt seit der Umfirmierung unter dem Merkur-Bets-Dach auf. Welche FreeBet-Aktionen aktuell laufen, ist Sache der Startseite.
Für Leser, die einen österreichischen Bewilligungs-Anbieter mit Merkur-Hintergrund suchen, ist Merkur Bets eine Alternative zu tipp3 und win2day. Die FreeBet-Bedingungen sind weniger dokumentiert als bei win2day, was nicht heißt, dass sie schlechter sind — nur, dass sie weniger über die Quellen greifbar sind.
Vierklee — der Tiroler Wettbüro-Anbieter
Vierklee betreibt seine Online-Sportwetten unter der Lizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung — einer der klar dokumentierten Land-Bewilligungen des Marktes. Der Betreiber ist die Vierklee Wettbüro GmbH.
Die Startseite kündigt einen Neukundenbonus von bis zu 100 € an, ohne die Bonusbedingungen im Detail zu nennen. Das ist im österreichischen Markt nicht ungewöhnlich; viele Anbieter verbergen die Bedingungen in den AGB oder auf einer separaten Seite, statt sie auf der ersten Seite zu zeigen. Wer die Bedingungen lesen will, klickt sich durch.
Die Besonderheit von Vierklee ist die Tiroler Bewilligung — Niederösterreich dominiert den Markt (tipp3, win2day), Oberösterreich liefert Admiral; Tirol ist mit Vierklee ein weiterer Baustein der föderalen Sportwetten-Landschaft. Für Tiroler Spieler ist das die heimische Adresse; für Spieler aus anderen Bundesländern ist es ein Anbieter mit Land-Bewilligung, dessen konkrete FreeBet-Bedingungen erst auf Nachfrage oder im Kleingedruckten sichtbar werden.
Starsportwetten — der Bewilligte ohne Bundesland-Nennung
Die Starsportwetten-App beschreibt einen Bescheid vom 8. März 2022, mit dem die Starbet24 GmbH die behördliche Bewilligung zur Durchführung von Sportwetten im Internet und in stationären Spielstätten erhalten hat. Welche Landesregierung den Bescheid erteilt hat und welche Akazidenz er trägt, ist in den verfügbaren Quellen nicht genannt — die App spricht von einem „behördlich bewilligten Sportwettenanbieter“, ohne das Bundesland zu präzisieren.
Das ist eine Lücke, die ein Spieler schließen sollte. Eine Bewilligung ohne genanntes Bundesland heißt nicht „keine Bewilligung“ — es heißt nur, dass die Bewilligung in der App-Beschreibung nicht weiter spezifiziert ist. Wer den Anbieter nutzen will, kann beim Anbieter oder bei der vermuteten Landesregierung nachfragen.
Über die konkrete FreeBet-Aktion der App ist aus den verfügbaren Quellen nichts zu erfahren. Wer eine FreeBet nimmt, liest die App-Bedingungen.
Admiral — der OÖ-Klassiker aus Gumpoldskirchen
Admiral Sportwetten gehört zur Novomatic-Geschichte: Die ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen wurde von Walter Grubmüller gegründet, war von 2001 bis 2006 an der Wiener Börse notiert und ist heute Teil des österreichischen Sportwetten-Marktes unter einer Bewilligung der Oberösterreichischen Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.
Admiral ist im österreichischen Markt eine der Marken mit Annahmestärketten in Trafiken, in Wettcafés und über das Online-Portal — der Vertrieb ist mit dem von tipp3 vergleichbar. Über die konkrete FreeBet-Aktion des Hauses ist aus den verfügbaren Quellen nichts Bestimmtes zu erfahren. Die Startseite wirbt mit Aktions-Highlights, die sich regelmäßig ändern.
Für Spieler, die einen Admiral-Anbieter mit OÖ-Bewilligung suchen, ist die Marke eine der ersten Adressen. Die FreeBet ist nicht der Markenkern — Admiral spielt im Wettgeschäft über die Quote und über das Vertriebsnetz.
Die Offshore-Anbieter im Detail
Die folgenden vier Anbieter werben im deutschsprachigen Markt mit Bonus- oder FreeBet-Aktionen, haben aber keine österreichische Bewilligung. Das heißt nicht, dass sie verboten sind; es heißt, dass keine österreichische Landesregierung ihre Tätigkeit in Österreich bewilligt hat. Die Lizenz, die sie nennen, ist ausländisch — meistens aus Curaçao, daneben Anjouan und die Tobique Gaming Commission.
Wer bei einem Offshore-Anbieter wettet, hat drei Punkte zu beachten: erstens, die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz ist auch für Wetten mit ausländischen Anbietern geschuldet, die Verantwortung dafür trägt aber der Anbieter; zweitens, der österreichische Spielerschutz (Spielpause, Selbstsperre, Anbieter-Limits) greift bei Offshore-Anbietern nicht — wer sich sperren lassen will, muss es beim Anbieter selbst tun; drittens, kein österreichisches Gericht ist automatisch zuständig, wenn es Streit um die Auszahlung gibt.
Lunubet — der Curaçao-Anbieter mit Willkommenspaket
Lunubet bietet einen Sport-Willkommensbonus von 100 % der ersten Einzahlung bis 200 €; für Spieler aus Deutschland, Finnland, Norwegen und der Schweiz ist der Höchstbonus mit 300 € angegeben, die Mindesteinzahlung beträgt 20 €. Der Bonus ist klassisch: Einzahlung plus Bonus müssen mehrfach umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die genauen Bedingungen stehen auf der Aktionsseite und in den AGB.
Die Lizenz nennt Lunubet als Curaçao-Lizenz. Das ist eine verbreitete Lizenz für Offshore-Anbieter; sie wird nicht von einer österreichischen Stelle überwacht, und die Aufsichts-Mittel der Lizenzbehörde sind begrenzt. Für Spieler, die einen Anbieter mit hoher Bonus-Obergrenze und ohne österreichische Bewilligung suchen, ist Lunubet eine der üblichen Adressen.
Die FreeBet ist bei Lunubet nicht der Hauptbegriff; der Anbieter wirbt mit Einzahlungsbonus. Wer eine echte FreeBet will, liest die Aktionsseite oder fragt beim Support nach — FreeBets werden von Curaçao-Anbietern gelegentlich als Zweit-Aktion ausgegeben.
BetLabel — der zweite Curaçao-Anbieter
BetLabel bewirbt einen 100 %-Bonus von bis zu 100 € auf die erste Einzahlung — Umsatzbedingungen, Mindestquote und Frist nennt die deutschsprachige Startseite nicht. Das ist im Offshore-Markt nicht ungewöhnlich; viele Anbieter verbergen die Bedingungen in den AGB.
Die Lizenz ist Curaçao. Für Spieler, die einen Offshore-Anbieter mit moderater Bonus-Obergrenze suchen, ist BetLabel eine Alternative zu Lunubet. Die FreeBet ist — wenn überhaupt — eine separate Aktion, die auf der Aktionsseite angekündigt wird.
Winz.io — der Krypto-Spezialist aus Anjouan
Winz.io wirbt mit einer breiten Krypto-Akzeptanz: BTC, ETH, LTC, BCH, DOGE, USDT, BNB, ADA, TRX, XRP, SOL. Ein- und Auszahlungen laufen über Kryptowährungen, das Casino-Angebot ist mit dem Sportwetten-Angebot in einem Wallet vereint.
Die Lizenz nennt Winz.io als Tobique Gaming Commission 0000002 und Anjouan ALSI-202508056-FI2. Das sind zwei Lizenzen — Tobique ist eine kanadische Provinz-Lizenz, Anjouan eine Komoren-Insel-Lizenz. Beide sind im Offshore-Markt verbreitet.
Der Casino-Willkommensbonus ist mit bis zu 10.000 $ oder 130 mBTC angegeben, ohne Umsatzanforderung. Für Sportwetten listet die Seite eine „Welcome Sports Bonus“-Rubrik — die Bedingungen sind in den verfügbaren Quellen nicht vollständig dokumentiert. Wer hier einzahlt, liest die Sport-Aktionsseite.
Die FreeBet ist bei Winz.io eine mögliche Zweit-Aktion; der Hauptanreiz ist die Krypto-Akzeptanz und die „boni ohne Umsatzbedingungen“-Positionierung. Für Spieler, die mit Krypto wetten und einen Offshore-Anbieter suchen, ist Winz.io eine der Adressen.
BetAlright — der Anbieter ohne klare Lizenz
BetAlright wirbt im Sportbereich mit einem Erstattungs- und Reload-Paket: 100 % bis 250 € auf die erste Einzahlung, 25 % bis 250 € wöchentlicher Reload, 10 % bis 500 € Cashback, Accumulator Boost, Early Payout. Die Lizenz, die BetAlright nennt, ist in den verfügbaren Quellen nicht feststellbar.
Das ist ein anderes Bild als bei Lunubet oder BetLabel: Diese Anbieter nennen ihre Lizenz, auch wenn es Curaçao ist. BetAlright nennt sie nicht, und die deutsche Übersicht lässt die Lizenz offen. Für Spieler, die einen Offshore-Anbieter mit Bonus-Paket suchen, ist BetAlright daher mit zusätzlicher Vorsicht zu betrachten — die Lizenz ist der erste Anhaltspunkt für die Aufsicht, und ohne sie bleibt nur die eigene Recherche.
Die österreichische Rechtslage für Wettboni
Die föderale Struktur: kein Bundesgesetz, neun Landesgesetze
In Österreich ist Sportwetten-Sportwetten kein Glücksspiel im Sinn des Glücksspielgesetzes (GSpG). Der Verwaltungsgerichtshof hat das 2015 festgestellt (Ro 2015/16/0019): Die klassische Sportwette ist ein Geschicklichkeitsspiel und fällt nicht unter die bundesweite Glücksspiel-Regelung. Konsequenz: Es gibt keine bundesweite Lizenz, keinen nationalen Regulator, keine nationale Liste der Buchmacher, kein nationales Sperrregister und kein bundesweites Einzahlungslimit.

Was es gibt, sind die Wettgesetze der neun Bundesländer. Niederösterreich regelt das im LGBl. Nr. 58/2020, Wien im LGBl. Nr. 26/2016, Oberösterreich im Oö. Wettgesetz — jedes Land hat sein eigenes Gesetz und seine eigene Bewilligungs-Behörde. Eine Sportwetten-Bewilligung ist immer eine Landesbewilligung; der Begriff „Konzession“ ist im Bundes-GSpG für Lotterien und Casinos reserviert, nicht für Sportwetten.
Die Bewilligung wird vom Anbieter beantragt und von der zuständigen Landesregierung erteilt. tipp3 nennt die Bewilligung der NÖ Landesregierung vom 10.12.2020 (Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020); win2day nennt die gleiche Bewilligung für seine Sportwetten-Sparte. Admiral nennt das Oö. Wettgesetz; Vierklee die Tiroler Landesregierung. Welche Bewilligung andere Anbieter halten, ist Sache der jeweiligen Anbieter-Website.
Was eine Bewilligung bedeutet
Eine Bewilligung nach einem Landeswettgesetz bedeutet: Der Anbieter darf in diesem Bundesland Sportwetten anbieten — über Annahmestellen, über das Internet oder beides. Die Bewilligung ist an den Ort der Datenbereitstellung gebunden: Wer die Wett-Daten aus Niederösterreich liefert, braucht eine niederösterreichische Bewilligung; wer sie aus Oberösterreich liefert, braucht eine oberösterreichische. Der Verwaltungsgerichtshof hat das 2026 für Oberösterreich bestätigt (Ra 2025/02/0037, Oö. Wettgesetz).
Die Bewilligung ist kein bundesweiter Freibrief. Ein Anbieter mit NÖ-Bewilligung darf nicht ohne weiteres in Wien oder in Tirol werben, wenn er dort keine Bewilligung hat. In der Praxis bedeutet das: Wer in Österreich wettet, kann prüfen, ob der Anbieter eine Bewilligung des eigenen Bundeslandes hat — oder ob er über eine andere Bundesland-Bewilligung in den Markt geht.
Wettgebühr: 5 % auf den Einsatz
Seit dem 1. April 2025 unterliegen alle Einsätze auf Sportwetten in Österreich einer Gebühr von 5 %. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025; bis zum 31. März 2025 waren es 2 %. Die Gebühr ist auf den Wetteinsatz geschuldet, nicht auf den Gewinn; sie wird von dem geschuldet, der die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt, also vom Anbieter — nicht vom Spieler.
Was das für den Spieler heißt: Der Anbieter entscheidet, ob er die Gebühr trägt, in die Quote einpreist oder vom Gewinn abzieht. tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % vom Gewinn abzuziehen. Andere Anbieter handhaben das möglicherweise anders. Die Gebühr ist auf jeden Fall Teil der Wette — der Spieler sieht sie nur auf unterschiedliche Weise.
Der Bundesfinanzgerichtshof hat 2026 die Beschwerde eines Anbieters gegen die 5 %-Regelung abgewiesen (BFG 12.5.2026, RV/7100519/2026). Die Gebühr ist also bestandskräftig, bis eine politische Änderung kommt.
Wer wann was wetten darf
Was gewettet werden darf, regelt das jeweilige Land. Sportereignisse sind in der Regel zulässig; Wetten auf Politik oder auf TV-Shows sind nach BMF-Auffassung nicht zulässig. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel und können nicht als Sportwetten bewilligt werden — wer auf „virtuelle Pferderennen“ wettet, wettet auf Glücksspiel.
E-Sports ist in den verfügbaren Quellen nicht abschließend geregelt. Wer auf League of Legends oder Dota 2 wettet, sollte prüfen, ob der Anbieter die Wette als Sportereignis oder als E-Sports-Wette führt — die Rechtslage ist nicht einheitlich.
Live-Wetten sind nach Land unterschiedlich geregelt. Wien erlaubt Live-Wetten nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis (Fassung 2020); Oberösterreich nur auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder auf den nächsten Torschützen (Fassung 2021); Niederösterreich hat keine abschließende Regelung in den verfügbaren Quellen. Wer in Wien wettet, bekommt nicht jeden Live-Markt; wer in Oberösterreich wettet, bekommt nur bestimmte.
Einsatzlimits sind ebenfalls Land-Sache. Oberösterreich und Niederösterreich haben 500 € pro Wette; Wien hat 50 € pro Wette an Terminals ohne Counter. Für Online-Wetten außerhalb der Terminals ist die Obergrenze nicht durchgehend festgelegt.
Spielerschutz — was das Gesetz vorsieht und was die Anbieter ergänzen
Die Altersgrenze ist 18 Jahre. Das gilt nach den Wiener und oberösterreichischen Regelungen; die Anbieter übernehmen das in ihren AGB. Minderjährige dürfen nicht wetten, auch nicht über das Konto der Eltern.
Selbstsperren gibt es pro Anbieter und pro Bundesland, nicht bundesweit. tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren; die Wiener Regelung sieht eine Sperre von mindestens zwei Jahren vor. Eine bundesweite Sperrdatei für Sportwetten existiert nicht — wer bei Anbieter A gesperrt ist, kann bei Anbieter B ein Konto eröffnen.
Anbieter-Limits sind die zweite Verteidigungslinie. win2day hat das wöchentliche bzw. monatliche Limit (250 € pro Woche unter 26 Jahren, 1.680 € pro Monat ab 26 Jahren). tipp3 hat die Bargeld-Obergrenze von 1.000 € pro Woche über Annahmestellen. Andere Anbieter haben ähnliche Limits in den AGB.
Die Glücksspielreform 2026 (Stand 14.10.2026 noch im Entwurf) plant ein Sperrregister und ein Limitregister — beide sind für GSpG-Glücksspiel (Casinos, Lotterien, Online-Glücksspiel), nicht für Sportwetten. Sportwetten bleiben auch nach der Reform in der Länder-Hoheit.
Hilfe für Spieler bietet Playsponsible.at, die österreichische Anlaufstelle für Spielsucht-Fragen. Die Seite ist unabhängig von den Anbietern und erste Adresse, wenn das eigene Spielverhalten problematisch wird.
Werbeanzeigen und Bonus-Werbung
Für Sportwetten-Werbung gibt es kein Verbot und keine Zeitfenster-Regelung in Österreich; die Landesgesetze verlangen nur einen verantwortungsvollen Standard (Wien § 18 Abs. 4). Wer auf Plakaten, im Fernsehen oder auf Social Media eine Sportwetten-Werbung sieht, hat keinen Grund zur Annahme, dass sie verboten wäre — sie ist es in der Regel nicht.
Für Bonus-Bedingungen selbst gibt es kein österreichisches Spezialgesetz. Was die Höhe, die Umsatz-Anforderung, die Mindestquote und die Frist angeht, ist das Vertragsrecht zwischen Anbieter und Spieler; die Bedingungen stehen in den AGB und auf der Aktionsseite des Anbieters. Wer eine FreeBet nimmt, liest die AGB.
Ein Werbe-Verbot wäre Aufgabe des Bundes oder des Landes. Beide haben es nicht erlassen. Wer eine Werbung für eine 100 €-FreeBet sieht, weiß: Sie ist legal — der Inhalt ist es möglicherweise nicht.
Wettgebühr in der Praxis — wer zahlt sie wirklich
Die Wettgebühr von 5 % auf den Einsatz ist seit April 2025 fällig. Die Frage, die Spieler am häufigsten stellen, ist: Zahle ich sie, oder der Anbieter?
Die Antwort steht im Gesetz: Die Gebühr schuldet, wer die Wette gewerblich abschließt oder vermittelt. Das ist der Anbieter, nicht der Spieler. In der Praxis heißt das: Der Anbieter hat zwei Optionen. Er trägt die Gebühr aus seiner Marge — das geht, weil die Marge typischerweise 4-8 % beträgt und die zusätzlichen 5 % die Marge auf -1 % bis +3 % drücken. Oder er gibt die Gebühr weiter — über niedrigere Quoten, über einen Abzug vom Gewinn oder über eine Kombination.
tipp3 gibt an, die Gebühr bei verlorenen Wetten selbst zu tragen und bei gewonnenen Wetten 5 % vom Gewinn abzuziehen. Bei einer 10 €-Wette zu Quote 2,00 sind das: Bruttogewinn 20 €, Gebühr 1 € (5 % von 20 €), ausgezahlter Gewinn 19 €. Bei einer verlorenen Wette trägt der Anbieter die 0,50 € Gebühr (5 % von 10 € Einsatz). Das ist ein typisches Modell: Der Spieler sieht die Gebühr nur im Gewinn-Fall; im Verlust-Fall trägt sie der Anbieter.
Andere Anbieter handhaben das möglicherweise anders. Manche bauen die Gebühr in die Quote ein und zeigen sie nicht separat; manche ziehen sie vom Einsatz ab; manche tragen sie vollständig. Wer eine FreeBet nimmt, sollte prüfen, wie der Anbieter die Gebühr handhabt — eine FreeBet, deren Gewinn um die Gebühr gemindert wird, ist weniger wert.
Wer eine FreeBet nimmt, sollte diese Punkte kennen
Die FreeBet ist ein Werbe-Instrument. Sie soll den Spieler zum Anbieter bringen, ihn zum ersten Ausprobieren bewegen, ihn vielleicht zum Stammkunden machen. Das ist legitim; es ist die Geschäftsgrundlage. Wer die FreeBet nimmt, sollte drei Punkte kennen:
Erstens: Der Einsatz wird nicht ausgezahlt. Eine 50 €-FreeBet ist im Erfolgsfall weniger als 50 € wert — der Gewinn ist 50 € mal Quote minus 50 €. Bei Quote 2,00 sind das 50 € Gewinn; bei Quote 5,00 sind es 200 €. Wer die FreeBet auf eine niedrige Quote setzt, verschenkt Wert.
Zweitens: Die Bedingungen stehen in den AGB. Gültigkeit (oft 7-30 Tage, manchmal länger), Mindestquote (manchmal 1,50, manchmal 2,00), Wettarten (Einzelwette, Kombiwette, Systemwette — nicht jeder Anbieter akzeptiert jede Art), Auszahlungs-Beschränkungen (manche Anbieter ziehen die Wettgebühr auch von der FreeBet ab). Wer die AGB nicht liest, erlebt die Bedingungen am Wettschein.
Drittens: Die FreeBet ist kein Geschenk. Sie ist eine Wette, deren Einsatz der Anbieter trägt. Wer die FreeBet nimmt, akzeptiert die Wett-Bedingungen und die Anbieter-AGB. Wer mit den Bedingungen nicht einverstanden ist, lässt die FreeBet liegen.
Häufige Fragen
Welche Wettanbieter bieten in Österreich eine Freiwette an, und unter welchen Bedingungen?
In Österreich werben tipp3, win2day, Merkur Bets, Vierklee, Starsportwetten und Admiral mit unterschiedlichen Aktionen; konkrete FreeBet-Bedingungen sind nur bei win2day vollständig dokumentiert (fünf FreeBets zu je 10 €, drei Jahre gültig, nur Einzelwetten). Offshore-Marken wie Lunubet, BetLabel, Winz.io und BetAlright bieten Einzahlungs- oder Reload-Boni statt echter FreeBets.
Wird der Einsatz einer Freiwette bei einem Gewinn mit ausgezahlt?
Nein. Die FreeBet ersetzt den Einsatz; bei einem Gewinn wird nur der Reingewinn ausgezahlt, der Einsatz selbst bleibt beim Anbieter. Eine 10 €-FreeBet zu Quote 2,50 zahlt 25 € aus, nicht 35 €. Wer das übersieht, erwartet 10 € mehr, als er bekommt.
Wie berechnet sich der mögliche Gewinn aus Gesamtquote und FreeBet-Einsatz?
Bei Einzelwetten ist die Gesamtquote die Wettquote; bei Kombiwetten werden die Quoten multipliziert. Der Gewinn ergibt sich aus Gesamtquote mal FreeBet-Einsatz abzüglich des FreeBet-Einsatzes. win2day formuliert das in den FAQ genauso. Beispiel: 10 €-FreeBet auf einer 2,00/3,00-Kombi ergibt 60 € Auszahlung (10 € × 6,00 − 10 €), davon 50 € Reingewinn.
Gilt eine Freiwette auch für Kombiwetten und Systemwetten?
Das hängt vom Anbieter ab. win2day erlaubt die FreeBet nur für Einzelwetten; Systemwetten sind ausgeschlossen. Andere Anbieter erlauben auch Kombiwetten, manchmal mit einer Mindestquote pro Auswahl. Wer eine FreeBet auf eine Kombi setzen will, liest die AGB des Anbieters.
Ist bei einer Freiwette Cash-Out möglich?
Bei win2day ist Cash-Out für FreeBets deaktiviert. Andere Anbieter lassen Cash-Out zu, ziehen aber den FreeBet-Einsatz anteilig ab. Wer die FreeBet vor Ablauf versilbern will, muss die Cash-Out-Regel des Anbieters kennen — der Cash-Out-Button ist bei deaktivierten Wetten oft gar nicht sichtbar.
Gibt es Freiwetten ohne Einzahlung in Österreich, und welche Auflagen sind damit verbunden?
Echte FreeBets ohne Einzahlung sind in Österreich selten; die meisten Anbieter knüpfen die FreeBet an eine qualifizierende Einzahlung. Wo eine No-Deposit-FreeBet existiert, trägt sie die üblichen Auflagen: kurze Gültigkeit (oft 7 Tage), hohe Mindestquote (oft 2,00 oder mehr), kein Cash-Out, gelegentlich ein Cap auf den Gewinn aus der FreeBet. Wer eine No-Deposit-FreeBet nimmt, akzeptiert diese Auflagen oder lässt sie liegen.
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Inhalt erstellt vom Team «wettenvergleichat»
